So wenig wia da letzte Winta a Winta war, so vui mehra hod uns Väterchen Frost des Jahr a Freid macha kenna.
Vorweg: de koidn Temperaturen san gwies ned fia jedn wos, aba koana ko erzäin, dass a varegneta Januar bei durchschnittlich 5 Grod scheena is wia a flockiga Schnää bei -1 Grod. Wem gäd ne das Herz auf, wenn er de gloana Kinda Iglus baun und Schlittnfahrn siehgt und si selba wieda zruckerinnert fuit an de woi unbekümmertste Zeit im Lebn.
Wenn as ganze Land unta a Schnäädeckn liegt kimmt doch ois erst so richtig zur Ruah, um im Lenz wieda in neia Pracht voi aufzumbliahn. Bis dohi schaud ois oafach moi ganz anders aus: da Sää os auf oamoi begehbar und ois schaut wieda so sauba aus. Ma griagt sofort Lust aa selba amoi innezumhoitn und de entspannte Atmosphäre zum nutzen, moi üba sei eigene Wäid a bissl genaua nochzumdenga.
Wia guad duad a warma Tää oda Glühwein, wenn ma stundenlang draußen in da Kältn de koidn Temperaturen getrotzt hod und bestaunt hod, wia vazaubert schnääbedeckte Tannabaam ausschaun kennan. Ma ko si vo gloa auf wieda zu voller Gress aufbaun, genauso wia a Eiszapfa, der mit jedem Dog Winta wiedawachst, bis er letztendlich wieda freiglossn werd und eifliaßn ko in unsre scheene Erdn. Warum oiso ned amoi wieda Kind sei und Schneeflocken mit da Zunga fanga? De Eiskristalle vom Schnää zoang sehr guad, wia wertvoi eigentlich da Winta fia uns Menschen sei ko.
Vielleicht grantln ma vui zu oft, weil ma moi wieda de Einfahrt freischaufeln oda auf da glattn Straß zur Arbaat fahrn miassn. Aba genau dann soit ma uns dro erinnern, dass es eben oafach guad doa ko, wos Bedeckts freizumleng oda de Extraminutn im Auto zu realisieren, dass ebba zumindest des Jahr mit’m Winta guad mit uns gmoant hod.
So wenig wie der letzte Winter ein Winter war, so viel mehr konnte uns Väterchen Frost dieses Jahr eine Freude machen.
Vorweg: die kalten Temperaturen sind gewiss nicht für jeden was, aber keiner kann behaupten, dass ein verregneter Januar bei durchschnittlich 5 Grad schöner ist als ein flockiger Schnee bei -1 Grad. Wem geht nicht das Herz auf, wenn er die kleinen Kinder Iglus bauen und Schlitten fahren sieht und sich selbst wieder zurückerinnert an die wohl unbekümmertste Zeit im Leben.
Wenn das ganze Land unter einer Schneedecke liegt, kommt doch alles erst so richtig zur Ruhe, um im Frühling wieder in neuer Pracht voll aufzublühen. Bis dahin schaut alles einfach mal ganz anders aus: der See ist auf einmal begehbar und alles schaut wieder so sauber aus. Man kriegt sofort Lust, auch selbst einmal innezuhalten und die entspannte Atmosphäre zu nutzen, mal über seine eigene Welt ein bisschen genauer nachzudenken.
Wie gut tut ein warmer Tee oder Glühwein, wenn man stundenlang draußen in der Kälte den kalten Temperaturen getrotzt hat und bestaunt hat, wie verzaubert schneebedeckte Tannenbäume aussehen können. Man kann sich von klein auf wieder zu voller Größe aufbauen, genauso wie ein Eiszapfen, der mit jedem Tag Winter weiterwächst, bis er letztendlich wieder freigelassen wird und einfließen kann in unsere schöne Erde. Warum also nicht einmal wieder Kind sein und Schneeflocken mit der Zunge fangen? Die Eiskristalle vom Schnee zeigen sehr gut, wie wertvoll eigentlich der Winter für uns Menschen sein kann.
Vielleicht schimpfen wir viel zu oft, weil wir mal wieder die Einfahrt freischaufeln oder auf der glatten Straße zur Arbeit fahren müssen. Aber genau dann sollten wir uns daran erinnern, dass es eben einfach guttun kann, was Bedecktes freizulegen oder die Extraminuten im Auto zu nutzen, um zu erkennen, dass es zumindest dieses Jahr der Winter gut mit uns gemeint hat.