Es vibriert nur kurz und scho is de Konzentration weg: Ablenkung #1 derfad mittlerweile weltweit as Smartphone sei und damit in erster Linie de sozialen Medien, welche Millionen vo Menschen jeden Dog an ihre Bildschirme ketten.
Doch woher kimmt de Sucht noch Medien eigentlich? Zuerst is des de suggerierte Wichtigkeit, imma „informiert“ sei zu miassn. Des is no a Relikt aus a Zeit, wo neie Informationen wirklich extreme Vorteile bringa ham kennan, mit da Informationsflut heidzudog ko ma aba nimma pauschal davo ausgeh, dass jede eiströmende Information wiarglich wichtig is.
Außerdem san de sozialen Medien und de Technik dazua omnipräsent: ob de Benutzung vo Computern in da Arbeit, as ständige Trong vo Smartphones oda da bloße gesellschaftliche Drang, imma auf’m neisten Stand der Technik zum sei lossn uns a Lebn ohne Medien gar nimma vorstellbar erscheinen. Verstärkt wird des Ganze durch de Bestätigung, de ma in sozialen Netzwerken erfahrt. Wann griagt ma im echten Lebn schomoi a Kompliment? Durch des Prinzip vo de „Gefällt-mir“-Buttons wird ma glei hundertfach beglückwünscht.
De sozialen Medien an si nutzen de Dopaminausschüttung, de bsonders stark durch’s Zufälligkeitsprinzip wirkt, d.h. bei jedem „Checken“ vo de sozialen Profile wird da Körper und Geist in extreme Spannung versetzt, de im positiven wia im negativen Foi in Sucht mündet, vergleichbar mit de einarmigen Banditen, de ebenso an unbestimmten Gewinn versprechan.
De Mediensucht hod oiso sehr allgemeine Gründe, de woi bei 99% der Bevölkerung funktionieren, wia aba konn ma sein persönlichen Konsum zumindest a bissl eischränken?
Gegen den Zwang, imma informiert sei zu miassn, konnma zum Beispiel oafach moi olle Nachrichten im Smartphone deaktivieren und omds dann feststelln, dass ma gar ned wiarglich so wichtige Sachan vapasst, wenn ma nur oamoi statt 100 moi auf’s Display starrt. Am besten is, ma zeichnet mit am Programm de Zeit auf, de ma täglich am Handy verblembert.
Aa de Präsenz der Medien konnma eischränken, indem ma beispielsweise fia si selm handyfreie Zeiten definiert. Genauso macht’s Sinn oanzelne Apps „obzulösen“: Statt ständigem Hi- und Herschreim macht ma hoid moi wieda a altmodisches Treffen aus und stäit fest, dass des gar ned so vakehrt sei ko.
Am schwierigsten is woi de Sach mit da sozialen Bestätigung. Desweng ko ma moi drauf achten, wia vui ma konsumiert und produziert: I beneid den Sport-Influenca? Dann mach i jeden Dog selba erstmoi Sport, bevor i mir oschau wos de anderen wieda ois so geleistet ham.
Am besten, ma macht mit seim Partner oda am guadn Spezl aus, dass ma im echten Lebn amoi a bissl offener zueinander is. Letzten Endes mogs zwar oafach sei, jeden Dog a simples Foto auf Instagram hochzumlodn, aba langfristige, große Ziele machan imma no zfriedener.
Aa de Dopaminausschüttung losst si ned so vo heid auf moang ausschoitn, sondern muass wia bei a Drogensucht aktiv und langfristig bekämpft wern: a koida Entzug ko a Lösung sei, birgt aba imma de Gefahr vo am schnäian Rückfall. Es gibt aba a sehr guade alternative Form der Dopaminausschüttung: Sport!
Zusammenfassend muass ma song, dass si de Mediensucht mittlerweile zu a ernsthaften Voikskrankheit entwickelt hod. Dabei reduziert de Sucht as Lebn auf a Obaflächlichkeit, de eigentlich rational koana so hom mog.
Ned foisch vasteh: natürlich kennan lustige Videos oda soziale Medien aa Unterhoitung bieten oda sogar nützlich zur Weidabildung sei, ma muass si aba imma üba de richtige Nutzung im Klaren sei. De sozialen Medien soitn imma no a Spiegelbild vo da Realität sei und ned umkehrt oda no schlimma a Illusion, de unsa Lebn genau wia jede andere Sucht am Abgrund entgengführt.



